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Blitze und ihre Gefahren

Was ist ein Blitz?

Der Blitz - das Wort stammt von dem indogermanischen "bhlei" = "leuchten" - ist eine faszinierende, jedoch auch beängstigende Erscheinung, mit der sich die Menschheit von Anfang an beschäftigte.

Der Blitz ist eine kleine elektrische Entladung - und zwar zwischen einer elektrisch geladenen Wolke und der Erde (Erdblitz), zwischen zwei und mehr Wolken oder zwischen mehreren Teilen innerhalb einer einzelnen Wolke (Wolkenblitze). Nur ein geringer Teil der Blitzentladungen findet zwischen Wolken und der Erde statt. Blitze haben ihren Ursprung in Gewitterzellen.

 

Wie hoch sind Spannung, Stromstärke und Energieeinhalt des Blitzes?

 

Bevor es zur Blitzentladung kommt, können zwischen Gewitterwolken und der Erde Spannungen von einigen 100 Millionen Volt auftreten.
Im Blitz selbst fließen dann in Sekundenbruchteilen Ströme, die in seltenen Fällen bis zu einigen 100.000 Ampere betragen.
Dennoch könnten Blitze unsere Energieprobleme nicht lösen: Bei einer durchschnittlichen Blitzentladung wird nicht mehr Energie freigesetzt, als etwa zehn Liter Heizöl liefern...

 

 

 Eine ausgebrannte Platine nach einem Blitzschlag

 

Wie heiß ist der Blitz?

Die bislang höchste gemessene Temperatur liegt bei etwa 30.000 Grad Celsius und wurde für die Dauer einer millionstel Sekunde im Blitzkanal gemessen. Sie übertrifft die Oberflächentemperatur der Sonne um mehr als das Vierfache.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum kann der Blitz Brände, Explosionen oder sonstige Sachschäden verursachen?

Der Blitzschlag verläuft in mehreren Entladungsstufen. Während der Hauptentladung fließt ein sehr hoher, kurzzeitiger Stoßstrom über das getroffene Objekt.
Meistens steigt der Stoßstrom im Millionstel-Sekunden-Bereich auf seinen Höchstwert von einigen 10.000 Ampere an und klingt dann in weniger als einer tausendstel Sekunde wieder ab. Oft weisen Blitze aber auch Mehrfachentladungen (Teilblitze) auf. Sie entstehen dadurch, dass sich nach einer Unterbrechung von einigen zehntausendstel bis zu einigen tausendstel Sekunden in dem noch gut leitfähigen Blitzkanal der Hauptentladung ein neuer Leitblitz zur Erde vorschiebt.
Die sich anschließende Teilentladung hat einen erneuten Stoßstrom über das getroffene Objekt zu Folge. Es wurden schon bis zu 40 solcher aufeinanderfolgenden Teilblitze registriert, was sich optisch mitunter durch das "Flackern" des Blitzes bemerkbar macht. Manchmal kann sich an einen Stoßstrom noch ein sogenannter Stromschwanz mit einigen 100 Ampere anschließen, was der Stromstärke beim Elektroschweißen entspricht.
Findet der Blitzstrom an seinem Einschlagpunkt keinen elektrisch gut leitenden Weg zur Erde, kann er die von ihm durchflossenen Sachen oder benachbarte Gegenstände so stark erhitzen, dass deren Zündtemperatur erreicht wird und damit ein Brand entsteht oder sogar eine Explosion stattfindet (zündender Blitz). Besonders leicht lassen sich beispielsweise reetgedeckte Dächer, Lager aus Heu, Stroh oder Papier sowie explosionsgefährliche Stoffe in fester, flüssiger oder gasförmiger Form entzünden.
Blitze mit großem Stoßstrom wählen ihren Weg oft über feuchte Bauteile (Kamine, Dächer, Wände) oder Spalten in Bäumen, wobei explosionsartig Wasserdampf gebildet wird. Dadurch können nicht nur Holzbalken, Dachziegel oder Kaminsteine, sondern ganze Dach- und Wandteile beschädigt oder zerstört werden, ohne dass es zum Brand kommt (nicht zündender oder kalter Blitz).

 

 

 

 

 

 

 

 Dies war mal ein Monitor!

 

 

Wie sollte man sich in Hinblick auf technische Geräte verhalten?

Falls im Haus keine Blitzschutzanlage eingerichtet ist, sollten alle technischen Geräte vom Stromnetz getrennt werden. Auch sollten alle Radio- und Fernsehempfänger von der Antenne getrennt werden. Es kommt auch häufig vor, dass der Blitz seinen weg über die Telefonleitung findet und somit Modem, Telefonanlage und Telefon zerstört wird. Durch diese technischen Gerät kann es ebenfalls zu Bränden kommen, wenn sie nicht ausgesteckt werden. Ein Ausschalten über einen Steckerleiste mit Schalter ist oft nicht sehr sinnvoll, da manche nur die Phase vom Netz trennen und somit immer noch die zweite Leitung am Stromnetz verbleibt.

 

(von WebTeammitglied Christian Ellmann, Chamerau)

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