Gemeinschaftsübung in Thürnstein

09-22-4Die Feuerwehraktionswoche 2017 steht unter dem Motto „Begegnen - Bewegen - Bewirken". Im Rahmen dieser wurde am Freitag, 22. September eine Gemeinschaftsübung für die Feuerwehren des KBM-Bereichs Lam in Thürnstein abgehalten. Hierbei galt es, einen angenommenen Brand eines ehemals landwirtschaftlich genutzten Anwesens in der Dorfmitte zu bekämpfen.

Pünktlich um 20.00 Uhr wurde der Übungsbeginn von KBM Josef Pritzl über Funksammelruf bekanntgegeben und den teilnehmenden Feuerwehren das angenommene Szenario geschildert. Neben dem Brand waren auch insgesamt fünf Personen vermisst. Die ausrichtende und örtlich zuständige Feuerwehr Thürnstein-Schrenkental war mit dem Löschgruppenfahrzeug LF10 zuerst am Einsatz und baute sofort einen Erstangriff auf. Zeitgleich begann ein Trupp unter schwerem Atemschutz mit der Suche nach den vermissten Personen.

09-22-1Aufgrund der engen Bebauung im Ortskern von Thürnstein wurde von Anfang an auf eine geordnete Positionierung der Fahrzeuge geachtet. Die wasserführenden Fahrzeuge der nachrückenden Feuerwehren Haibühl-Ottenzell, Lam, Lohberg und Hohenwarth wurden in unmittelbarer Nähe zum Übungsobjekt positioniert, so dass für den Erstangriff mehr als 10.000 Liter Wasser zur Verfügung standen. Die Drehleiter der FF Lam wurde direkt am Brandobjekt stationiert. Weitere Atemschutztrupps wurden umgehend zur Personensuche und Brandbekämpfung eingesetzt. Die vermissten Personen konnten zeitnah gerettet werden. Zudem wurden mehrere Gasflaschen aus dem Brandobjekt ins Freie gebracht. Die Überwachung der Atemschutzgeräteträger wurde durch das Mehrzweckfahrzeug der FF Thürnstein über das Programm „ARÜSTT" sichergestellt.

Die weitere Wasserversorgung erfolgte über das Hydrantennetz sowie einer Förderleitung mit einer Gesamtlänge von ca. 650 Metern und einem Höhenunterschied von ca. 60 Metern vom Weißen Regen. Diese Schlauchstrecke wurden von den Feuerwehren Lohberg, Arrach, Haibühl-Ottenzell, Gotzendorf, Ansdorf-Simpering und Engelshütt aufgebaut.

Nach circa einer Stunde konnte der Einsatzleiter, Kdt. Konrad Kellner das Übungsende bekanntgeben und bat die teilnehmenden Kameraden zur Nachbesprechung zum Gerätehaus der FF Thürnstein-Schrenkental. Hier stellte er den Übungsverlauf nochmals kurz dar und zeigte sich mit dem Verauf sehr zufrieden.

KBM Josef Pritzl zollte den Aktiven ebenfalls allen Respekt für deren saubere Arbeit und bedankte sich bei der ausrichtenden Feuerwehr.

KBI Andreas Bergbauer bestätigte die Aussagen seines Vorredners. Einsatzabschnitte wurden gebildet, eine Funkkanaltrennung durchgeführt und die Fahrbahn war entlang der Förderleitung jederzeit befahrbar.

KBR Michael Stahl stellte fest, dass der Aufbau der Förderleitung aufgrund der Länge und des Höhenunterschieds eine Herausforderung für die Maschinisten darstellt. Im Ernstfall wäre hier auch der Einsatz des Schlauchwagen-Zugs sinnvoll, da die Schlauchstrecke so in noch kürzerer Zeit erstellt werden könnte.

Abschließend bedankte sich der Bürgermeister der Gemeinde Lohberg, Franz Müller bei den Feuerwehrkameraden für deren Einsatz am Nächsten und merkte an, wie wichtig eine gute Ausrüstung der Feuerwehren ist.

(Bericht und Bilder vom WebTeam-Mitglied Michael Weiß)

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