Das ÜbungsobjektEine weitere Frühjahrsgemeinschaftsübung in 2014 fand am 6. Mai in Bärndorf bei Bad Kötzting statt, an der Feuerwehren des Kreisbrandmeisterbereichs sowie auch zwei Wehren des Nachbarlandkreises teilnahmen. Der Übungsverlauf war sehr zufriedenstellend und die Übungsziele konnten vollständig erreicht werden.

Im KBM-Bereich Bad Kötzting fand am Dienstag, den 6. Mai 2014 in Bärndorf bei Bad Kötzting die erste Frühjahrsgemeinschaftsübung im KBM-Bereiches statt. Angenommen wurde ein Brand in der Werkstatt einer örtlichen Landmaschinenwerkstatt mit vermissten Personen. Der Schwerpunkt der Übung lag zum einen bei der Personenrettung, weiterhin galt es Gefahrgut - hier Gasflaschen - aus dem Brandobjekt zu bergen, zwei Förderleitungen mussten aufgebaut werden.

Pünktlich um 20 Uhr startete die Übung durch den Funksammelruf von Kreisbrandmeister Heinz Schötz. Es nahmen die Feuerwehren Traidersdorf, hier örtlich zuständig, die FF Arndorf, FF Bad Kötzting, FF Sperlhammer, FF Weißenregen, FF Wettzell sowie aus dem Landkreis Regen die FF Thalersdorf und FF Niederdorf teil, ihnen voran mit am Übungsobjekt KBM Josef Bauer, ebenfalls aus dem Landkreis Regen.

Ein Brand in der Werkstatthalle der Landtechnik Kauer in Bärndorf wurde angenommen, drei vermisste Personen mussten aus dem verrauchten Gebäude gerettet werden. Eine weitere Gefahr ging von zahlreichen Gasflaschen aus, die sich für Schweißarbeiten im Werkstattbereich befinden. Die Wasserversorgung musste mittels Hydrant vor Ort am Übungsobjekt sowie zwei Förderleitungen aus Richtung Bärndorf sowie der Abzweigung Himmelreich (Fahrtrichtung Steinbühl) hergestellt werden.

Einsatzleiter und Ortskommandant Stefan Raith war mit seiner Wehr als erster am Einsatzort und koordinierte die weiteren anfahrenden Kräfte.

Die Ortsfeuerwehr Traidersdorf begann sofort mit einem Atemschutztrupp mit der Personenrettung sowie den Löscharbeiten, was aufgrund dem Hydranten direkt am Brandobjekt zeitlich sehr schnell ablaufen konnte. Der Löschzug aus Bad Kötzting sowie die FF Niederndorf wurden direkt zum Brandobjekt beordert, wo die FF Bad Kötzting eine Widerstandslinie zum Brandobjekt aufbaute und einen Atemschutz-Sicherungstrupp bereitstellte. Die FF Niederdorf rüstete sich ebenfalls mit Atemschutz aus und unterstützte bei der Bergung der Gasflaschen, die im Freien anschließend gekühlt wurden.

Die drei vermissten Personen wurden innerhalb sehr kurzer Zeit gerettet, auch die Gasflaschen wurden sehr zügig gefunden und ins Freie gebracht.

Zeitgleich zu diesen Maßnahmen wurden zwei Förderleitungen aus Richtung Bärndorf sowie aus Richtung her Steinbühl aufgebaut. Diese wurden von den weiteren Kräften aus dem KBM-Bereich sowie der FF Thalersdorf verlegt, die Straße die auch zu dieser Zeit doch noch relativ stark befahren ist, wurde halbseitig gesperrt. Im Ernstfall wäre hier eine Vollsperrung nötig, da besonders während dem Tag hier mit viel Verkehr zu rechnen ist. Zur Entrauchung des Gebäudes wurde im Verlauf der Übung von der FF Bad Kötzting noch ein Hochdrucklüfter gesetzt.

Nach Übungsende nach knapp einer Stunde begrüßte KBM Heinz Schötz die Anwesenden Feuerwehrfrauen und -männer, besonders die Kameraden aus dem Landkreis Regen. Ebenso begrüßte er den ersten Bürgermeister der Stadt Bad Kötzting, Markus Hofmann, der heute erstmals als neu gewähltes Oberhaupt der Stadt eine solche Übung aufmerksam mit verfolgt hatte. Kommandant Raith gab danach allen Anwesenden nochmal eine kurzen Überblick über den Übungsverlauf. In seinen Ausführungen merkte er außerdem an, das im Ernstfall noch zwei Weiher in nächster Nähe zur Verfügung stünden, da bei größerer Wasserabnahme der Wasserdruck an den Hydranten am Objekt sowie in Bärndorf doch stark abfällt. Die FF Thalersdorf konnte jedoch hier mitteilen, das der Hydrant an der Einmündung Himmelreich mehr als 10bar Wasserdruck abgibt, somit von dieser Seite zum Objekt hin auf jeden Fall eine zuverlässige Wasserversorgung gewährleistet ist. Florian Heigl, Kdt. der FF Bad Kötzting, erinnerte daran, das im Einsatzfalle auch der städtische Wasserwart informiert werden solle, da hier auch ggf. eine Erhöhung des Wasserdrucks möglich wäre um eine stabile Wasserversorgung sicherzustellen. Zum Übungsobjekt selber erläuterte der Einsatzleiter kurz die sehr dichte Bauweise mit zusammenhängendem Dach, da dies trotz der vorhandenen Brandmauern ein besonderes Augenmerk erfordert. Abschließend dankte den teilnehmenden Kräften sowie dem Objektbesitzer für ihr Kommen und die Bereitstellung des Objektes. Besonders freute er sich auch, den neuen Bürgermeister der Stadt Bad Kötzting bei der Übung in seinem Schutzbereich begrüßen zu können.

Markus Hofmann war in seinem kurzen Wort an die Einsatzkräfte sehr angetan von der Organisation und dem professionellen Ablauf der Übung und fand es auch für richtig und wichtig, das auch weiterhin alle Ortsteilfeuerwehren bestehen bleiben und gefördert werden. Er überbrachte die Grüße der Stadt und sicherte seinen Feuerwehren auch weiterhin stets Hilfe und Unterstützung zu.

KBM Josef Bauer aus dem Landkreis Regen übermittelte die Grüße seines KBI und KBR und lobte die vorbildliche Arbeit am sehr anspruchsvollen Objekt. Er bescheinigte den Kräften aus dem KBM-Bereich einen sehr hohen Ausbildungsstand und dankte für die Einladung zur Übung an diesem Objekt, zu dem im Ernstfall zu den heute eingesetzten Kräften auch noch die FF Arnbruck mit am Einsatz wäre. Weiterhin hofft er auch auf so gute Zusammenarbeit wie in der Vergangenheit und am heutigen Tag.

Kreisbrandmeister Heinz Schötz bedankte sich zum Abschluss nochmals bei allen Teilnehmern an dieser Übung, den Verantwortlichen für die Planung sowie dem Eigentümer des Übungsobjektes und wünschte allen Kräften noch einen guten und sicheren Nachhauseweg.

 

 

 

(Bericht von WebTeam-Mitglied Alexander Ziereis, Bilder von den WebTeam-Mitgliedern Alexander Ziereis und Ingo Schillitz)